Beitrag von Franz Roth.
Wahlkampf zur OB-Wahl 2019 in Mainz hat begonnen
vor 6 Jahren

In Ipsheim, einem Weindorf an der Fränkischen Bocksbeutelstraße. Die Weißstörche sind aus dem Winterquartier zurück. Einige überwintern sogar in Franken. Der Horst ist auf dem sogenannten Zehntkasten in der Ortsmitte nahe des Rathauses.
Im Winter steht sie kahl auf den Höhen des Frankenjura bei Kasberg, die Kunigundenlinde, der Sage nach 1.000 Jahre alt. Doch in der warmen Jahreszeit und im Scmuck ihres grünen Blattwerks präsentiert sie sich eindrucksvoll dem Betrachter.


Infos bei Wikipedia.

Sehenswert in Effeltrich ist auch die der Linde gegenüber liegende Wehrkirche Sankt Georg und der alljährliche Georgi-Ritt zu Ostern.
"Das Herz Bayerns und eines der Herzen Europas", so nannte Papst Benedikt XVI. den Wallfahrtsort Altötting (im Bild oben die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna und der Herzgruft der Wittelsbacher). Seit mehr als 1250 Jahren ist die Stadt geistliches Zentrum Bayerns und seit mehr als 500 Jahren bedeutendster Marienwallfahrtsort Deutschlands. Außerdem gehört Altötting zu den "Shrines of Europe", den sechs wichtigsten Marienwallfahrsorten Europas.
Die Herzbestattung war daher ein Ritual, das im Spätmittelalter und bis in die Neuzeit bei hochgestellten Persönlichkeiten - so auch bei den römisch-deutschen Kaisern - zur Anwendung kam.
Als Johannes Birndorfer wurde er 1818 auf dem Venus-Bauern-Hof in Parzham im Rottal geboren.
Bestimmt, dereinst den Hof zu erben und ein Leben als Bauer zu führen, fühlte sich bereits der junge Johann zu Gott hingezogen. 1841 trat er in den Dritten Orden des heiligen Franziskus zu Altötting ein. Nach einer Reihe von Stationen war er als Bruder Konrad ab dem Jahr 1852 bis zu seinem Tod 1894 als Pförtner des Kapuziner-Klosters Sankt Anna in Altötting tätig.
Schon zu Lebzeiten wurde er wegen seiner Güte und Mildtätigkeit von den Menschen wie ein Heiliger verehrt. 1930 sprach die katholische Kirche Bruder Konrad selig, schon vier Jahre später wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen. Diese Heiligsprechung wird allgemein auch als Antwort des (deutschen) Papstes auf den Nationalsozialismus in Deutschland gewertet.
Ein Blick in die Mönchsgruft des Kapuziner-Klosters Sankt Anna (das seit 1961 Bruder-Konrad-Kloster heißt), Beisetzungsort auch des Heiligen Bruders Konrad von Parzham.
Der leidenschaftliche Winter-Fan, der packt ja jetzt seine Ski und macht sich auf den Weg in die Alpen. War dieses Wochenende anhand der Staus auf Bayerns Autobahnen deutlich merkbar. Für diejenigen, die ihre Nerven schonen und es etwas geruhsamer angehen wollen haben wir die alternativen Ausflugs-Tipps. Einer davon auch durchaus für Wintersportler geeignet.
Der Ochsenkopf ist das einzige mit Sesselliften ausgestattete Skigebiet in Franken. Das Gebiet besteht aus zwei Abfahrten, der Nord- und der Südabfahrt. Die Talstation der Nordabfahrt befindet sich am Ortsrand von Bischofsgrün, die der Südabfahrt in Fleckl bei Warmensteinach. Die beiden Abfahrten des Skigebiets sind ebenfalls mit Abstand die längsten Frankens. Einziges Manko für sehr sportliche Fahrer sind längere flache Abschnitte, vor allem in der Südabfahrt. Für Anfänger und Kinder ist das Skigebiet aber gerade deshalb ideal!
Und wer ohne Pisten-Trubel auskommt, der findet am Fichtelsee sein Revier für ausgedehnte Spaziergänge und den Genuß verschneiter Winterlandschaften vor.
Sich aber, wie die Verursacher dieser Spuren, aufs Eis zu wagen, davon raten wir dringend ab. Denn die Warnschilder sind nicht umsonst allenthalben aufgestellt.
Ein weiteres beliebtes Ziel für einen Tages-Ausflug ist uns Kallmünz in der Oberpfalz (Landkreis Regensburg) am Zusammenfluß von Naab und Vils.
Die winterlich zugefrorene Naab und das pittoreske Städtchen bieten eine Vielzahl interessanter Fotomotive.

Sanspareil im oberfränkischen Wonnsees (Landkreis Bayreuth) ist Europas schönster sentimentaler Landschaftspark und lohnt auch im Winter auf jeden Fall einen Besuch. Aber Vorsicht ist geboten! Denn die Wege und Treppen werden weder geräumt noch gestreut. Festes Schuhwerk ist also obligatorisch.
Anlegen ließ diesen Garten Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, die Schwester Friedrichs des Großen, im Jahre 1744. Als Architekten des Felsengartens gelten Joseph Saint-Pierre und Giovanni Battista Pedrozzi. Der Name des Parks geht auf den Ausruf einer Hofdame des Bayreuther Markgrafen zurück: "C'est sans pareil!" (Dies ist ohnegleichen!).
Den Felsengarten Sanspareil charakterisierte Markgräfin Wilhelmine in einem Brief an ihren Bruder, Friedrich den Großen: "Die Natur selbst war die Baumeisterin". Und in der Tat bestimmen natürliche bizarre Felsformationen im Buchenhain von Sanspareil das Bild des ab 1744 angelegten Gartens. In der Markgrafenzeit wurden einzelne Felsen und Höhlen nach Schauplätzen des französischen Romans "Die Abenteuer des Telemach" benannt.
In unserer Reihe über Nürnberger Herrensitze (Patrizier-Schlösser) heute das Petzenschloß, das versteckt in der Nürnberger Südstadt (Stadtteil Lichtenhof) hinter der Gustav-Adolf-Kirche und dem Südbad liegt.
Im Bild unten mag man erkennen, wie versteckt die kleine Burg hinter der Gustav-Adolf-Kirche liegt.
Hinter der Kaiserburg gen Norden erstreckt sich die Nürnberger Nordstadt. Anders als die Südstadt ist sie in ihren Stadtteilen Maxfeld und Gärten hinter der Veste (Gärten h.d.V.) geprägt von der großbürgerlichen Architektur des frühen 20. Jahrhunderts.
So finden wir dort beeindruckende und bestens renovierte Zeugnisse des Jugendstils, so wie hier in der Krelingstraße.

In der Krelingstraße wohnte übrigens Hans Sachs. Nein, nicht der Schuhmacher aus den Meistersingern von Nürnberg, sondern der Oberstaatsanwalt und Ratefuchs bei Robert Lemkes "Was bin ich?", dem heiteren Beruferaten, von der ARD bzw. dem BR von 1955 bis 1989 ausgestrahlt.
Einen "Guten Rutsch!" wünschen wir allen unseren Lesern. 

Wir hätten dann vielleicht noch gleich einen Tip für das nächste Silvester: Wer es urig bodenständig mag, der sollte den Jahreswechsel vielleicht mal im Bayerischen Wald verbringen.
Und von Gerlos aus ist es quasi nur einen Katzensprung nach Innsbruck, einer Station der Vierschanzen-Tournee.
Zu den absoluten Spezialitäten Frankens gehört das Schäufele. Es stammt aus der Schweineschulter. Es wird komplett mit dem Knochen und der Fettschwarte zubereitet. Das Fleisch wird kräftig gewürzt und im Ofen langsam gegart damit es innen butterweich und außen schön knusprig wird, Ist das Schäufele fertig, dann sollte sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lassen. Richtig zubereitet wird die Schwarte knackig knusprig und ist für den fränkischen Feinschmecker das berühmte i-Tüpfelchen. Dazu gibt es eine dunkle Bratensoße und als Beilage einen oder zwei Kartoffelklöße und Sauerkraut.
Der Schlacht-Teller in einem Dorfgasthaus im Taubertal ist auch nicht als kalorienarm zu bezeichnen. Es ist eine Schlemmermahlzeit mit Bratwurst, Blut- und Leberwurst, gesottenem Fleisch (Wellfleisch), Sauerkraut und Petersilien-Kartoffeln. Dazu ein kräftiges dunkles Weißbier von heimischer Brauerei und auch hier ist der Gourmet (und Gourmand) im Siebten Himmel.
Baeckeoffe ist eine Elsässer Spezialität und besteht aus verschiedenen Sorten marinierten Fleisches und Gemüse. Der Name entstand folgendermaßen: früher brachten die Hausfrauen ihre Steinguttöpfe zum Bäcker, der sie in seinen noch heißen Ofen stellte, wo die Gerichte dann bis zur Mittagszeit garten.
Mariniert wird selbstverständlich mit einem ausgezeichneten Elsässer Riesling. Das Fleisch wird in der Marinade eine Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag in die Form gegeben. Das komplette Rezept gibt es hier.