Freitag, 2. Dezember 2011

Colmar, Riquewihr und die Vogesen im Spätherbst

Der Isenheimer Altar des Mathias Grünewald im Musée Unterlinden zählt zweifelsohne zu den größten Attraktionen, die Colmar (Department Haut-Rhin) zu bieten hat.

Die Darstellung der Leiden Christi sind realistisch, drastisch und brutal. Brutaler ist auch Mel Gibsons Film nicht. Die Künstler des Mittelalters auferlegten sich hier keine Zensur.

Gleichwohl ist Colmar im Herbst auch typisch elsässische Idylle. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, Läden und Geschäften lädt zum Flanieren ein.



Unweit Colmar ist das pittoreske Städtchen Riquewihr (zu deutsch Reichenweiher), das allemal eine Stippvisite ins Oberelsaß lohnt.

Gerne wird Riquewihr auch als das Elsässer Rothenburg bezeichnet.



Riquewihr bietet, typisch für das Elsaß, in gemütlichen Restaurants ausgesuchte regionale Gaumenfreuden.

Kellner in einem elsässischen Spezialitätenrestaurant in Riquewihr (Reichenweiher) serviert einen Baeckeoffe. Baeckeoffe ist eine elsässer Spezialität und besteht aus verschiedenen Sorten marinierten Fleisches und Gemüse. Der Name entstand folgendermaßen: früher brachten die Hausfrauen ihre Steinguttöpfe zum Bäcker, der sie in seinen noch heißen Ofen stellte, wo die Gerichte dann bis zur Mittagszeit garten.

Ein herbstlicher Foto-Streifzug durchs Elsaß:



Einen Abstecher sollte man auch nach Kaysersberg machen, den Geburtsort von Albert Schweizer.

Auch ein "Must-See" sind die Schauplätze der blutigen Kapitel der deutsch-französischen Geschichte. Hoch in den Vogesen.

Und nach den bedrückenden Erlebnissen der Soldatenfriedhöfe und der Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs sollte man auf der Route des Crêtes die Landschaft auf sich wirken lassen.


Unser Elsaß-Flyer und unsere Elsaß-Reportagen (Bild + Text, Beispiele) stoßen vielleicht auch auf Ihr Interesse.


===> Bildmaterial zu den vorgestellten Themen zur ausschließlich redaktionellen Verwendung auf meinem Mecom-Pool (auch über APIS und i-picturemaxx). Werbliche Verwender nehmen bitte vorab mit uns Kontakt auf.

Sonntag, 6. November 2011

Nürnberger Attraktionen

Jeden Tag pünktlich um zwölf Uhr mittags bietet sich auf dem Hauptmarkt, dem zentralen Platz Nürnbergs, an der Fassade der Frauenkirche ein besonderes Spektakel: das Männleinlaufen.



Drei mal umrunden die Kurfürsten den Kaiser und machen ihm ihre Aufwartung.

Der Schöne Brunnen



Eine weitere Attraktion des Hauptmarktes ist der Schöne Brunnen mit seinem Goldenen Ring, der ohne sichtbare Naht in das Gitter eingelassen ist. Im Glauben, wer ihn drehe, dem winke das Glück, ist er Ziel aller Touristen. Doch man lasse sich nicht täuschen: gegenüber ist der gleiche Ring in schwarz. Den muß man drehen. Nicht vom Golde täuschen und blenden lassen!

Mittelalterliche Friedhöfe

Zwei unter Denkmalschutz stehende und als Kulturgüter ausgewiesene Friedhöfe aus dem Mittelalter gibt es in Nürnberg. Beide lagen zur Zeit ihrer Entstehung außerhalb der Mauern der Freien Reichsstadt.



Der mittelalterliche Johannisfriedhof ist eine der besonderen Sehenswürdigkeiten Nürnbergs. Hier ist u.a. Albrecht Dürer bestattet. Auch der Bildhauer Veit Stoß, der für den Englischen Gruß und das Sakramentshäuschen in der Lorenzkirche ...



... verantwortlich zeichnet (sein Selbstbildnis sieht man im Film oben). Und auch Anselm Feuerbach (der Richter, nicht der Maler) fand hier seine letzte Ruhestätte. Anselm Feuerbach hatte das Findelkind Kaspar Hauser bei sich aufgenommen.

Wie auch der Johannisfriedhof ist der Rochusfriedhof im Stadtteil Gostenhof einer der mittelalterlichen Friedhöfe Nürnbergs. Auf diesem Friedhof liegt Martin Behaim begraben, Nürnbergs großer Seefahrer und Erfinder des Globus, ein Zeitgenosse Christopher Kolumbus.

Samstag, 5. November 2011

Nürnberger Impressionen

Die Lorenzkirche in Nürnberg ist eine der großen Hauptkirchen der Stadt. Berühmt der Englische Gruß des Bildhauers Veit Stoß. "Englisch" ist hierbei so zu verstehen: Gruß des Engels. Die Lorenzkirche ist wie auch St. Sebald seit der Reformation evangelisch.



Gar nicht so tugendhaft wie es uns sein Name suggerieren will, der Nürnberger Tugendbrunnen, sprudelt doch aus den Brüsten der weiblichen Bronzefiguren das Wasser.



Allerdings verkörpern die allegorischen Frauenfiguren in der Tat Tugenden, wie Glaube, Liebe, Hoffnung, Tapferkeit oder Gerechtigkeit.

Der Brunnen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Lorenzkirche (mit dem berühmten Englischen Gruß von Veit Stoss) in der Nürnberger Altstadt. Auch benachbart ist das Nassauer Haus.

Geschaffen wurde dieses Kunstwerk der Spätrenaissance von 1584 bis 1589 von dem Bronzegießer Benedikt Wurzelbauer.

Donnerstag, 22. September 2011

Herbst - Impressionen

Stürmische Zeiten
- Der Reiterin weht das Haar im Wind -


Ein paar herbstliche Impressionen, von Menschen, Landschaften und Städten.