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Sonntag, 1. August 2010

Aus dem Gartentagebuch: der Grünspecht ist zu Besuch - und hat gleich einen Kollegen mitgebracht

Grünspechte haben wir seit nunmehr drei Jahren in unserem Garten. Auch in diesem Jahr besucht uns regelmäßig ein besonders schöner Vogel. Zur Zeit mausert er sich vom Jungvogelgefieder ins Federkleid eines erwachsenen Vogels. Gut erkennbar im folgenden Foto.

Unser diesjähriger Vogel ist ein ganz wenig scheues Exemplar. Er wagt sich bis ganz ans Haus und so sind mir (siehe u.a. Bild ganz oben) auch ein paar schöne Portraits des gefiederten Gesellen gelungen.

Und natürlich gibt es auch wieder einen Film über ihn.



Doch heuer gibt sich auch ein Buntspecht die Ehre. Das ist ganz besonders faszinierend, diese beiden Spechtarten jetzt im Garten zu haben. Umsomehr, da der Buntspecht ja nun als Waldbewohner in Gärten eher selten vorkommt. Bestätigt es uns aber darin, daß wir mit unserer naturnahen Gartengestaltung (die wir nicht nur wegen der Film- und Foto-Motive, sondern aus tiefer Überzeugung so betreiben) uns auf dem richtigen Weg befinden und zu immer größerer Artenvielfalt im Tierreich beitragen.

So ist nun mit harter Arbeit, Ausdauer und Geduld unser Garten zu einem Natur-Abenteuer geworden, in dem man ständig Neues entdecken kann.



Technical credits:


Beachten Sie auch bitte unsere Artikelsammlung "Bauerngarten".

Fotomaterial zum Grünspecht findet sich auch in meiner Galerie Home & Garden bei der Bildmaschine.

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Freitag, 30. Oktober 2009

Drehscheibe Südwestpfalz und die Natur

Im Rahmen unserer neuen YouTube-Playlist "Drehscheibe Südwestpfalz" werden wir auch dem Thema Natur breiten Raum widmen.




Auch die etwas unbekannteren Themen, wie die zu Biotopen "mutierten" Bunker des Westwalls im Pfälzerwald oder die Vinninger Mardellen werden berücksichtigt werden.



Und in unserer Reihe "Abenteuer Natur" wird - quasi im Gegenzug - die Südwestpfalz vielfach Schauplatz unserer Filme sein.





Der Grünspecht noch als Jungvogel. Man beachte die unterschiedliche Färbung des Gefieders auf der Bauch- und Halsseite.



Und jetzt:

Einfach nur ansehen und zuhören (Soundtrack generiert mit Magix Video, "Easy Listening"): Ein spätsommerliches Feature folgt. Paßt genau jetzt in die Zeit, wo der November vor der Tür steht. Wehmütige Erinnerungen, als die Tage noch warm waren und Vorfreude auf die nächste Garten-Saison.



Unser Fotomaterial der Reihen "Drehscheibe Südwestpfalz" und "Abenteuer Natur" vertreiben wir über die Bildmaschine.de

© Franz Roth

Dienstag, 23. März 2010

Ausblick auf die kommende Saison - Tipps für Naturfotografen im eigenen Garten

Nachdem nun Frühlingsanfang war und die Natur sichtbar aus der Starre eines langen und harten Winters erwacht, stehen sowohl die Saison im naturnahen Bauerngarten als auch die Foto- und Filmsaison dort greifbar vor der Tür.

Beobachtungen am Vogelbad

Es ist schon aus der Vergangenheit bekannt, unser Vogelbad im Garten. Angelegt, um zum Einen den Piepmätzen eine Trink- und Badegelegenheit zu bieten, zum Andern aber auch, um sie "abzuschießen", abzulichten und zu filmen. Aus kurzer Distanz, wie uns der folgende Film zeigt.



Auch noch mal die quasi Bauanleitung dafür. Denn so ein Vogelbad, das gerne von den Tieren angenommen wird, ist mit relativ einfachen Mitteln zu realisieren.



Wichtig ist, daß man ihnen einen erhöhten Punkt als Ausguck anbietet. Damit vor dem Bad gesichert werden kann und sich nicht Nachbars Katze heimlich anpirschen kann. Aus diesem Grund sollte das Vogelbad auch auf einer relativ freien Fläche liegen. Und dennoch in günstiger Reichweite von Foto- und Video-Kamera.



Wildlife zuhause für die Presse

Erfreulicher Nebeneffekt der "Mühen" um die Planung und Anlage des Vogelbades: heimische Gartenvögel sind auch in den Medien populär. Denn der eigene Garten und was darin kreucht und fleucht ist immer interessant.

Das ist richtiggehend praktizierter Lokaljournalismus, wenn ich's mal so ausdrücken darf.

Eine zweite "Vogel-Foto-Location"

Der Stieglitz, der auf den Cosmeen nach Futter sucht ist auch in "Greifweite".

Die Cosmeen begleiten (als "Schneckenschutz") unsere Hortensien (u.a.) im Beet direkt vor unserem Wohnzimmerfenster. Das ist also quasi Naturfotografie vom gemütlichen Sessel aus.

Die Anlage des Beets:



Ähnliche Artikel / Links:


P.S.:

Derweil ich hier etwas über meine Pfälzer "Ansitze" schreibe, sitzen vor unserem Nürnberger Fenster ...



... drei (!!!) Eichelhäher im Baum (im Bild unten "unserer" aus der Pfalz)!

Meine Frau sieht sie, aber bevor ich mein Novoflex (das demontiert in der Fototasche ist) zusammengebaut habe ...



... sind die Jungs schon weg ...

Pech für den Foto-Jäger. Aber jetzt halte ich mich als Naturfotograf auch mitten in der Großstadt an meine eigenen Regeln:

Ab sofort liegt die Nikon D2H mit der montierten Linse auch hier immer griffbereit am Fenster! Sowas wie grade eben passiert mir so schnell nicht wieder.

P.P.S.:

Und dann, plötzlich, ist zumindest einer wieder da!

Und dieses Mal erwische ich ihn. Ein Eichelhäher in frühlingshaft knospendem Baum. Mitten in der Stadt! Ich bin stolz auf mich!



Und en passant freue ich mich schon auf ihn hier, unseren Pfälzer Grünspecht (Picus viridis), den fleißigen Ameisenfresser. In der Hoffnung, daß er den Winter gut überstanden hat.

Samstag, 8. Januar 2011

Eine Woche im Januar in der Südwestpfalz

Am 21. November waren wir letztmals in unserem Zweit-Domizil in der Südwestpfalz gewesen. Damals hatten wir alles winterfest gemacht. Und als wir nun am 2. Januar wieder hinkamen, da hatte der Winter unser Dorf fest im Griff.

Die Auffahrt zum Haus war so tief verschneit und dieser Schnee so hart verharscht und vereist, daß kein Hochkommen war. Unser Winterdienst hatte bestimmt gedacht, wir kämen in diesem Winter nicht so früh und deswegen nur den Bürgersteig geräumt.

Nun denn, so musste der Chef höchstpersönlich am Montag kommen und das nachholen.



Für einen Profi wie den Gärtnermeister Albert Dachs aus Pirmasens auch kein größeres Problem. Ich habe zwar auch einen Schneeschieber, aber wozu soll ich den in die Hand nehmen, wenn ich für eine Dienstleistung bezahle? Und Sonntagabend hatte ich ja eine Autolänge schon geschaufelt.

Winterliche Impressionen

Hier auf dem Dorf und in unserem Garten zeigte sich in dieser Woche der Winter von seinen richtig schönen Seiten. Der Blick von unserer Eßdiele (Bild oben) nach draußen war einfach dazu angetan, wie man so schön sagt, die Seele baumeln zu lassen.

Tierische Gäste



Die Spuren im Schnee verraten es: unser Garten ist auch im Winter belebt und gut besucht.

Am bemerkenswertesten heuer war das Reh auf unserer Terrasse. Das war eine Premiere. Der Marder war schon oft genug da, die Mäuse ohnehin, aber ein Stück Rotwild auf der Suche nach Futter hatte bislang noch nicht zum Sprung über unseren Gartenzaun angesetzt.

Und auch unsere gefiederten Freunde fühlen sich offensichtlich auch im Winter wohl. Grünfinken, Meisen, Stieglitze sind in großer Zahl da, auch Grünspecht, Buntspecht und Eichelhäher.

Unsere Methode, Verblühtes, Früchte und Samenstände nicht zu beschneiden, sorgen anscheinend für ausreichend Nahrung auch in der kalten Jahreszeit.

Ein Garten für Väterchen Frost

Minusgrade im zweistelligen Bereich überzogen nächtens Pflanzen und Gesträuch mit filigranem Schmuck: Rauhreif.

Im Bild oben der Tatarische Hartriegel vor unserem Küchenfenster. Im folgenden Bild verblühte Sonnenhüte in einem unserer Staudenbeete.

Am frühen Morgen. Alles ist wie verzaubert. Im Licht der aufghenden Sonne ist der Reif besonders faszinierend.

Und solche Anblicke und Ausblicke trugen ganz maßgeblich mit dazu bei, daß wir einige erholsame Tage genießen konnten.

Und dann kam der Wetterumschwung. Am 5. Januar war noch alles tief verschneit. Es war ein wunderbarer kalter und sonniger Wintertag. Aber in der Nacht begann es bei steigenden Temperaturen zu regnen.

Und so sah es dann einen Tag später am Dreikönigstag am späten Nachmittag aus. Das Tauwetter hatte ganze Arbeit geleistet: der Garten war schneefrei!