Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die ab 1680 von Vauban errichtete Zitadelle. Die im Krieg von 1870/1871 genutzte Zitadelle - sie war Rückzugspunkt der Soldaten aus Froeschwiller-Woerth und Metz - hielt der Belagerung vom 8. August 1870 bis zum 26. Februar 1871 stand. Nachdem Napoléon III. die Kapitulation unterschrieben hatte, wollten die Preußen die Festung übernehmen. Commandant Teyssier lehnte aber angeblich mit den Worten ab: "Frankreich hat kapituliert, ich aber nicht". Die Festung hielt sich noch bis zum 25. März 1871. Die Preußische Armee erlaubte den Abzug der Französischen Soldaten unter Waffen. Die Preußen nahmen die Zitadelle erst in Besitz, nachdem alle Franzosen - auch die Zivilisten - die Zitadelle verlassen hatten. Die Zitadelle kann besichtigt werden. Mittels einer Videoführung kommt man durch die im Inneren des Mauerwerks gelegenen Gänge.
Der Zwölfapostelstein bei Goetzenbruck (Region Lorraine, Department Moselle, 57), ein christianisierter Menhir, markiert seit altersher die Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die alte Grenzmarke.
Woerth, Musée 1870
Beim kleinen elsässischen Städtchen Woerth (Department Bas-Rhin, 67) fand 1870 die erste Schlacht des deutsch-französischen Krieges statt. An dieses historische Ereignis erinnert das Musée 1870 im Schloß der Stadt.
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Neu auf dem Markt ist der Reiseführer "Elsass und Vogesen" aus der Merian live Reihe.
Ganz eigennützig empfehle ich insbesondere die Seite 36 der Aufmerksamkeit des Lesers. Denn die wird illustriert durch ein Foto aus dem Fundus meiner Agentur (vom Kollegen Günter Lenz aus München).
Auf dem o.g. Tableau sehen Sie ein weiteres Bild von ihm (aus Strasbourg, Restaurant in ehemaliger Kapelle) und eines von Hermann Lersch (Höhlenwohnungen in Graufthal).
Das Elsaß ist ebenso wie Lothringen eine unserer ausgesprochenen Domänen.
Jetzt im Herbst ist das Elsaß immer einen Trip wert. Um mich nicht selbst zu wiederholen, verlinke ich hier meinen Beitrag auf Wordpress zur Kirche Sankt Ulrich in Altenstadt, dem Startpunkt der Elsässer Route Romane.
Nochmal etwas "ergänzt" der Film über das Museum in Woerth:
Im Schloß von Woerth im Nordelsaß erinnert ein Museum an die Schlacht von Woerth-Froeschwiller am 6. August des Jahres 1870.
Die Schlacht vom 6. August 1870
Am 6. August 1870 findet die Schlacht von Woerth-Frœschwiller statt. Die deutschen Mächte befinden sch am östlichen Ufer der Sauer und die der französischen Armee, in geringerer Zahl, auf den Höhen der Ebene von Frœschwiller, zwischen Langensoultzbach und Morsbronn-les-Bains. Keiner der beiden Kriegsgegner hat die Absicht, an diesem Tag zu kämpfen, die Kampfhandlungen am Fluß in Woerth rufen jedoch die Feindseligkeiten hervor. Frœschwiller ist also eine nicht vorbereitete Schlacht.
Die Armeen bekämpfen sich den ganzen Tag über heftig. Trotz des starken Widerstands wird der rechte Flügel der französischen Armee gegen 13 Uhr überwältigt und die Deutschen erobern das Dorf Morsbronn.
Das Entsenden des 2. Kürassier-Regiments der Brigade Michel auf ein sehr ungünstiges Gebiet, das durch die Hopfenanpflanzung schlecht begehbar ist, ist ein strategischer Fehler Mac-Mahons. Die französischen Truppen werden in den Straßen des Dorfs Morsbronn durch die Schüsse der auf der Lauer liegenden Preussen niedergemetzelt. Die Deutschen stossen weiter vor und erobern Elsasshausen und bedrohen dann die Straße von Frœschwiller. Gegen 15Uhr30 entsendet Mac-Mahon die vier Regimente der Kavalleriedivision Bonnemain gegen sie. Es entsteht jedoch ein neues Massaker. Dem 2. Regiment der algerischen Schützen gelingt es zwar, den Vorstoß der Deutschen durch eine volle Ladung aufzuhalten, er muss jedoch aufgrund von mangelnder Munition aufgeben. Die Schlacht wird im Dorf Frœschwiller fortgesetzt, dieses unterliegt einer intensiven Bombardierung und fällt um 17 Uhr.
Die Bilanz dieser Kämpfe ist schrecklich: Ca. 10.000 Tote auf französischer Seite und 10.640 auf deutscher Seite. Viele gemeinsame Gräben und Gräber werden gegraben, die Bevölkerung von Woerth und Froeschwiller wird beauftragt, die Toten zu begraben.
Das in Woerth eingerichtete Museum der Schlacht vom 6. August ist dieser tragischen Schlacht, die der preussischen Armee den Weg in die Vogesen öffnete, gewidmet.
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